Sportwagen-Service GbR
Manuel & Philipp Krämer
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Qualität durch 30 Jahre Porsche-Erfahrung

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Wir sind eine Kfz-Meisterwerkstatt spezialisiert auf Porsche-Fahrzeuge und gehören nicht zur Vertriebsorganisation der Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG !

Mythos Porsche

Nostalgie pur:  Von der Geschichte auf den Po geküsst.

 Aber warum gerade dorthin, wo es bei unserer Gattung Mensch doch interessantere, einfachere Möglichkeiten gibt. Ganz einfach, denn dieses Körperteil war bei den Teilnehmern dieser Fahrt von Vogt über Stuttgart an die Entwicklungsstätte des Porsche im Kärntnerland am meisten in Anspruch genommen. Aber nicht strapaziert, sondern nach den Gehirnzellen, die all das was die Teilnehmer mit ihren fünf Sinnen erfahren und erfassen durften sozusagen der sechste Sinn für das richtige Gespür. Und einer durfte in der Porsche Familie nicht fehlen, nämlich der Käfer Baujahr 1948, der ja die Keimzelle der Porsches darstellt und in seinem „Design“ nach wie vor auch im heutigen Automobilbau höchst aktuell ist.

Unsere Fahrt in die Geschichte  vom 6.-11. Mai 2000 umfasste fast die gesamte historische Porsche Palette, vielleicht in geraffter Form, da eben nur eine bestimmte Teilnehmer- und Fahrzeugpalette bereit stand.

Mit dabei waren:

               VW-Käfer       911 targa       Porsche 356 Cabrio       911 Coupe     VW-Porsche         

Ob die Fahrzeuge wohl halten, war nur bei den Teilnehmern die bange Frage. Die Fahrzeuge, in Reih und Glied auf dem Porsche Platz bei der Fa. Krämer in Vogt  aufgestellt, strahlten Zuversicht aus. Und um es gleich vorweg zu sagen:

Der Käfer machte die beste Figur, nicht nur, wie er auf seinen dünnen Autobeinen dastand, sondern er hielt, das sei vorweg gesagt,  die ganze Fahrt bravourös durch, vermutlich auch durch die laufenden „Streicheleinheiten“ des Fahrers. Völlig  ungewohnt für die Fahrzeuge dieser Baujahre gings flott über die Autobahn nach Stuttgart zu Dr. Heinz Rabe, einem echten Porscheaner, langjährigen Personalchef des Untenehmens und Sohn des Porsche Konstrukteurs Karl Rabe. Karl Rabe und Ferry Porsche konstuierten in Gmünd im Kärtnerland den ersten Porsche 356. Und daß die ganze Reise in die Porsche Geschichte zum Erfolg wurde, ist einerseits der optimalen Vorbereitung der Fahrzeuge durch Manfred Krämer und andererseits Dr. Heinz Rabe dem die Gesamtorganisation oblag zu verdanken. Geschichtliche Verbindungen und Zusammenhänge herzustellen gelingen soweit möglich  nur

an originalen Schauplätzen und dies war auch das Grundgerüst dieser Reise. Selbstverständlich war ein Besuch am Grab von Karl Rabe, dem genialen Konstrukteur, der heute noch geltende Maßstäbe schon vor mehr als 50 Jahren entwickelt hat.

Ein Highlight die Einladung bei Frau von Hahnstein. Der „Geist“ des Rennbarons schwebt durch das großzügige Wohnhaus und man ist in seine aktive Zeit zurückversetzt. Die Ausstrahlung von Frau von Hahnstein, die Einrichtung, Huschke`s Pokale, die vielen Fotobände; man glaubt, Huschke von Hanstein ist nur eben mal raus gegangen.
Nächste Station ist der Feuerbacherweg, dem ehemaligen  Wohnhaus der Porsches, das gerade von Grund auf renoviert wird.  In den Garagen wurden die ersten Volkswagen zusammengebaut. Von dort aus starteten die Probefahrten auf der Autobahn in Richtung München. Dr. Heinz Rabe, der Zeremonienmeister der gesamten Reise verstand es bei dieser  Fotosession, die Fahrzeuge in die richtige Position zu bringen. Und  wäre nicht alles blank geputzt, man fühlte sich gerade in die Zeit von damals zurückversetzt. Welche Entwicklung ist

von diesem Ort ausgegangen. Keiner der damaligen Zeitgnossen hat sich wohl erträumt, welches Unternehmen daraus entstehen wird und daß einmal solche „Kraftlackel“ wie der neue Turbo prodziert werden können.

Der Fahrzeugkonvoi bewegt sich nun in Richtung Solitude und es passt wieder zusammen. Die Gebäudeesembles in der Höhenlage von Stuttgart geben für unsere Oldies den besonderen Rahmen. Man vermeint, dem Käfer auf der holprigen Zufahrt seine Freude anzusehen. Er lupft sich aus seinen Drehstabfedern,  nicht gerade bullish, aber doch mit sichtlichem Vergnügen, sicherlich auch dem seines Besitzers. Dunkle Wolken ziehen auf.

Die Fahrt in die Kronenbergerstraße, in der Ferdinand Porsche sein erstes Konstruktionsbüro besaß, gab mit den originalen Scheibenwischern und den beschlagenen Scheiben mitten durch den Innenstadtverkehr durchaus eine Vorstellung, wie sich Autofahren von gestern zum heute unterscheidet. Geradezu gespenstisch mutete die Szene in der dunklen Straße an und eine schwarz-weiß Serie aus den frühen Chikagoer Krimireihen hätte die Situation nicht besser nachzeichnen können. Wolkenbruchartiger Regen, Hagel und Hochwasser in den Unterführungen ließen die Rückfahrt ins Hotel zum Abenteuer werden. Voraus natürlich wieder unbeirrt der Käfer und man hätte glauben können, daß er vor diesem Unwetter seinen schwarzen Buckel noch stärker wölbte. Und die Porsche, sonst immer vornedran, reihten sich brav dahinter ein.

Ein Unwetter reinigt bekanntlich die Luft, und anderntags bot sich ein wolkenloser Himmel für die Fahrt von Stuttgart über München nach Salzburg. Da wurde „geboxert“, daß es eine Freude war und der Sound der Motoren reizte die Cabriofahrer zudem zum Offenfahren. Ein Mittagstop im Weßner Hof in Marquardstein war eine willkommene Pause und die Ankunft im 

Apostolatshaus des Pallotiner-Ordens auf dem Mönchsberg hätte nicht gegensätzliches sein können.Weg vom überschwenglichen bayrischen Wirtshausbarock, hin zur einfachen, aber äußerst herzlichen Gastfreundschaft der Pallotiner mit weitem Blick vom Dachbalkon über die Stadt und das Salzburger Land. Der Stadtbummel in der Getreidegasse, ein stimmungsvolles Abendessen im Stiglkeller und ein Abschlussdrink im beinah schaurig märchenhaft beleuchteten  Schloßhotel Mönchstein lassen gerne in der Erinnerung an diese schöne Stadt schwelgen. Neugierig umstreifen die Pallotiner Patres am anderen Morgen die im Klosterhof abgestellten Fahrzeuge und erinnern sich wohl noch gerne an diese früheren Zeiten. Der Abschied ist herzlich von diesem „göttlichen“ Fleckchen Erde und eigentlich zu schade, um nur zu übernachten.

Zurück in die Wirklichkeit: Die Einladung und Vorstellung bei Porsche Salzburg, dem Österreich Importeur für die vier Automarken im VW Konzern und natürlich Porsche war beeindruckend. Im April 1949 begann die Erfolgsstory mit der Auslieferung von 14 VW-Käfern. 1999, im 50. Jahr wurde der Porschehof , ein riesiges Verwaltungs- und Verkaufszentrum gebaut und stellt den Aufbruch in eine neue Dimension dar. Leider vermiest der österreichische Staat etwas die Lust auf Porsche Fahren, denn zum Kaufpreis und der Mehrwertsteuer kommt noch eine weitere Normabgabe von 16 % als „Luxussteuer“ hinzu. Von der „Stadt mit Herz“  weiter nach Gmünd, über die ehemalige Porsche Teststrecke, den steilen und damals gefürchteten Katschberg und in die ländliche Idylle zum Familienhotel Glawischnig Hofer. Rustikal, gemütlich und herzlich war diese Atmosphäre, die auch Ferry

Porsche und Karl Rabe vertraut war. Lange nicht mehr gehörtes Hähnekrähen, heimelige Umgebung und Verköstigung der Marke Eigenbau laden zum Träumen ein. Am anderen Morgen sticht die Sonne durch die Wolkenfenster, die Bergspitzen stehen bereits im klaren Licht und verheißen einen schönen Tag.

Die Fahrt geht von Gmünd zum Millstättersee und über die Kärntner Nockalmstrasse mit ihrer 34 km langen Bergstrecke. Die runden, von den Gletschern abgeschliffenen Bergrücken –Nockn- zählen zu den geologischen Raritäten im gesamten Alpenraum und man glaubt, wirklich im Land der lila Kuh zu sein. Und Manfred Krämer lässt es sich nicht nehmen, mit seinem Käfer auch noch die Turracher Höhe zu packen. Trotz teilweiser 23 % Steigung klettert der Käfer mühelos hinauf und die Freude und der Stolz der aus dem Gesicht schaut ist fast so breit wie das Türfenster. Aber einen Berg fährt man nicht nur hinauf. Auch das Hinunter stellt für Fahrzeug und Fahrer eine Meisterleistung dar, denn mit einer einfachen Seilzugbremse dieses Gefälle zu halten ließ auch seine Frau Traudl die „Ameisen im Bauch“ kribbeln.

Gmünd, die Kultur-und Künstlerstadt wie sie sich selbst nennt, hat noch nichts von seinem Flair verloren und die lebendige Tradition spiegelt sich insbesondere im Porsche Museum Pfeifhofer, das seit 1982 die Entwicklung von Porsche in Gmünd darstellt. Dazu gehört auch ein Besuch im ehemaligen Pförtnerhaus von Porsche, das heute den 356 Porsche Club Österreich beherbergt. 1944-1950  wurde Porsche in den Kriegswirren nach Gmünd verlegt und das erste Auto mit dem Namen Porsche gebaut, der legendäre Typ 356. Porsche Geschichte überall, wo man sich in diesem Gebiet bewegt und das ehrenvolle Gedenken an Ferdinand Porsche spiegelt sich im Porsche Park beim Lodron`schen Schloß wieder.

Und nun zu einem weiteren Höhepunkt unserer Reise, der Großglockner Hochalpenstrasse, in die Welt des Hochgebirges. Diese Strasse ist mehr als nur ein

Alpenübergang und wohl die berühmteste Straße über die Alpen. Nach dem Mittagessen in Heiligenblut gings zur Sache, zuerst zur Franz Josefshöhe mit dem prächtigen Blick zum Großglockner und der Pasterze, dem längsten Gletscher der Ostalpen. Und der Sucher der Kamera fand alles: VW, Porsche, Gletscher, Murmeltiere und Touristenströme. Schauen, staunen und erleben sind hier die Stichworte.

Hinunter nach Zell am See, die sich stolz die Europa Sport Region Kaprun nennt. Eine kontrastreiche Umgebung mit mächtigen Dreitausendern, sanften Grashängen und dem majestätischen See laden zum Verweilen ein. Die besondere Überraschung und Higlight der ganzen Reise war durch persönliches Kennen von Dr. Rabe der Besuch im Design Studio von F.A. Porsche, der es sich zudem nicht nehmen ließ, die gesamte Mannschaft zum Mittagessen ins Porsche Schloß Prielau zum besten Koch Österreichs einzuladen.
Beginn unserer Zeitreise in Stuttgart und Ende in Zell am See mit dem Besuch der Grabkapelle der Familie Porsche auf dem Schüttgut ließen die Teilnehmer sicher nur in Bruchstücken aber doch sehr beeindruckend die Lebensleistung von Ferdinand und Ferry Porsche erahnen. Die Dimension der Entwicklungsarbeit von Ferdinand Porsche und Karl Rabe ist heute in der Automobilindustrie noch genauso aktuell wie damals. Die markante und

zeitlos gestaltete Optik wird immer seine besondere Note beibehalten. Die Heimfahrt über den Pass Thurn, ebenfalls eine ehemalige Porsche Teststrecke,  über Innsbruck und den Arlberg zeigen eine auch heute noch beeindruckende Leistung unserer automobilen Veteranen und lebendige Vergangenheit.

Text. Gernold Wassmer
Bilder: Manfred Krämer

 

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