|
Porsche- Treffen 2000
Das Porsche Treffen zum einjährigen Geburtstag des Porsche Clubs Bodensee-Oberschwaben vom 7. – 9. Juli 2000 darf als voller Erfolg und gute Präsentation für den Club gewertet werden. Die enorme Entwicklung der Mitgliederzahlen auf exakt 80 Porsche Fahrer und Fahrerinnen spiegelte sich auch in den Aktivitäten dieses Treffens wieder. Von Hamburg bis München
war Besuch da und so konnten auf dem Porsche Platz der Fa. Krämer in Vogt nicht nur mehr als 100 Porsche Fahrzeuge aller Klassen und Modelle sondern auch die Vielfalt der Dialekte anschaulich demonstriert werden. Aber
alle verstanden sich prächtig und es gab, wie kann es anders sein nur ein Gesprächthema, nämlich Porsche.Gestärkt mit Aperitif, und versehen mit Streckenkarte ging`s hinaus zur Fahrt durch das
oberschwäbische Hügelland nach Bad Schussenried mit einem kurzen Zwischenstop im Kurstädtchen Bad Waldsee, wo uns eine freundliche Dame des Verkehrsamts ein informatives Oberschwabenheft durchs Fenster reichte. Ein
oberschwäbisches Vesper, der Besuch im Bierkrugmuseum und die urige Atmospähre waren eine willkommene Pause. Es ist schon imponierend, wenn 100 Fahrzeuge im Konvoi fahren und die Bewunderung der Zuschauer an der
Strecke war entsprechend. Das hat auch den Fahrern Spaß gemacht, die mit entsprechendem Druck aufs Gaspedal den unverwechselbaren Porsche Sound hören ließen. Allerdings war das Wetter nicht vom Feinsten, so daß
unsere auswärtigen Gäste die abwechslungsreiche Landschaft auf ihrer Weiterfahrt nach Weingarten nicht so wie vorgesehen genießen konnten. Dafür entschädigte sie aber Bruder Pirmin von der Benediktinerabtei mit
einer excellenten Führung durch die Barockbasilika, und anschließend Kirchenmusikdirektor Debeuer mit einem kleinen Orgelkonzert auf der weltberühmten Gablerorgel. Diese Orgel ist gerade 250 Jahre alt geworden und ein
Kunstwerk des Orgelbaus. 66 Register und 6666 Pfeifen sind nur die technischen Höhepunkte dieses Instruments, wobei es Herr Debeuer in der Kürze der Zeit doch verstand, die Orgel in seinen interessantesten Tönen,
darunter auch der vox humana (menschliche Stimme) vorzustellen. Zurück nach Vogt in die Sirgensteinhalle. Vogt wird auch als das Tor zum Allgäu bezeichnet, so daß die Alphornbläser trotz der widrigen Witterung keine
Mühe hatten, die Teilnehmer in die richtige Stimmung zu versetzen. Eigentlicher Höhepunkt war jedoch der Abend mit 250 Teilnehmern, waschechten Porscheanern, einem üppigen Buffet, einer Unterhaltungsshow und Frank
Wiesner von Radio 7 der es verstand, ein kurzweiliges, informatives und interessantes Programm zu gestalten. Der Fanfarenzug Vogt, der auch die Bewirtung übernahm überbrachte zu Beginn musikalische Grüsse.
Zur Moderation, Porsche 2000 von gestern bis heute, konnten Porsche Persönlichkeiten wie Dr. Heinz Rabe, langjähriger Personalchef und Sohn von Karl Rabe, dem Chefkonstrukteur von Ferdinand Porsche, Herbert
Linge, ein Porsche Rennfahrer sowie Hans Mezger und Valentin Schäffer, die Motorenkonstrukteure gewonnen werden und es dürfte wohl eine einmalige Gelegenheit gewesen sein, diese“ Männer der ersten Stunde“ beieinander zu
haben. Die Porsche AG von heute vertrat Dietmar Scherzer und Franz Steinbeck. Musik, Tanz und gute Unterhaltung brachten eine gelöste Stimmung, wozu auch die Dekoration in der Sirgensteinhalle beitrug. Alle Fahrzeuge,
vom Porsche 356, dem 924, bis zum 911 und 928 waren in verschiedenen Modellen auf der Bühne und in der Halle aufgebaut. Dazu die entsprechenden Motoren und als Bonbon der TAG turbo, der einst in der Formel I eingesetzt
war und 1100 PS unter die Haube bringt. Höhepunkt der Autoshow war der Sascha aus dem Museum, kein Dressmen, sondern ein Rennwagen aus 1920, der bei Austro Daimler von Ferdinand Porsche und Karl Rabe gebaut wurde.
Wie es sich für das Vorallgäu gehört, war am Sonntagmorgen Frühschoppen mit Blasmusik der Musikkapelle Vogt angesagt. Und zu späterer Stunde knatterten noch 30 Harley Freunde mit ihren Lieblingen vor die
Sirgensteinhalle. Benzingespräche, neue Freundschaften, und ein schönes Porsche Wochenende waren ein gelungenes Geburtstagsfest für den Club. Gernold Wassmer |